BLKB steigert Gewinn 2024 deutlich

John Häfelfinger

John Häfelfinger, CEO BLKB. (Foto: zvg)

Liestal – Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat im Geschäftsjahr 2024 unter dem Strich mehr verdient. Die Tochtergesellschaft Radicant sieht sie auf Kurs.

Der Geschäftserfolg der BLKB lag mit 202,4 Millionen Franken um 4,8 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres, wie das Staatsinstitut am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich blieb ein um 9,1 Prozent höherer Reingewinn von 166,4 Millionen Franken übrig.

Damit hat das Unternehmen seine eigenen Ziele übertroffen: Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen war noch ein Ergebnis leicht unter Vorjahr in Aussicht gestellt worden.

Die Zertifikatsinhaber erhalten nun eine um 2 Franken erhöhte Dividende von 42,00 Franken je Anteilsschein. Die Ausschüttung an den Kanton Basel-Landschaft steigt um 4,1 Millionen auf neu 72,8 Millionen Franken.

Marktumfeld hilft
Insgesamt erwirtschaftete der BLKB-Konzern einen 4 Prozent höheren Geschäftsertrag von 477,1 Millionen Franken. Überdurchschnittliches Wachstum zeigten das kleine Handelsgeschäft (+19%) und das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+7,5%). Möglich gemacht habe dies insbesondere die positive Marktentwicklung. Den Netto-Neugeldzufluss beziffert das Institut auf knapp 900 Millionen, die verwalteten Vermögen auf 27,7 Milliarden (+6,2%).

Aber auch im Zinsengeschäft, welches das Gros der Einnahmen ausmacht, nahm der Netto-Erfolg um 3,0 Prozent auf 341,8 Millionen zu. Das Plus sei auf ein nachhaltiges Wachstum im Kredit- sowie Hypothekargeschäft zurückzuführen, hiess es. Das Hypothekarvolumen stieg laut den Angaben um 2,6 Prozent auf 24,4 Milliarden. Hingegen sei auch der Zinsaufwand durch die gestiegenen Refinanzierungskosten am Geld- und Kapitalmarkt gestiegen.

Radicant: Gewinn im Zeitraum 2027/28
Allerdings erhöhte sich auch der Geschäftsaufwand im vergangenen Jahr mit einem Plus von 5,2 Prozent deutlich. Die Cost-Income-Ratio kam mit 53 Prozent leicht über dem Vorjahr zu liegen.

Die Zunahme war auch auf den Aufbau der Tochtergesellschaften Radicant und BLKB Fund Management AG zurückzuführen, wie es im Communiqué heisst. Dazu kamen aber weitere Investitionen bei der Kundenberatung.

Die beiden Tochtergesellschaften – die national tätige Vermögensverwaltungsbank Radicant und die BLKB Fund Management AG – entwickelten sich laut den Angaben nach Plan. Radicant sei nach der Fusion mit Numarics nun breiter aufgestellt und auf Kurs, im Zeitraum 2027/2028 die Gewinnschwelle zu erreichen.

Der Ausblick auf das laufende Jahr 2025 ist vage. Insgesamt geht das Institut von einem mit dem Vorjahr vergleichbaren Geschäftsgang aus. Die Bank geht konkret davon aus, dass die Zinswende die Aktienmärkte auch in diesem Jahr begünstigen wird. Und die Finanzierungsnachfrage werde wohl auch im laufenden Jahr anhaltend hoch bleiben. Die Refinanzierung des Kreditwachstums über Kundeneinlagen und Anleihensemissionen bleibe aber voraussichtlich herausfordernd. (awp/mc/ps)

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