Obwaldner Kantonalbank hält Reingewinn auch 2024 stabil

Obwaldner Kantonalbank hält Reingewinn auch 2024 stabil
Margrit Koch, CEO der Obwaldner Kantonalbank. (Foto: OKB)

Sarnen – Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) hat den Gewinn im Geschäftsjahr 2024 trotz Druck auf das Zinsergebnis erneut konstant gehalten. Bei den Kundenausleihungen konnte das Staatsinstitut weiter wachsen.

Operativ musste die Bank allerdings einen Rückgang hinnehmen: Der Geschäftserfolg fiel um 4 Prozent auf 26,0 Millionen Franken, wie den am Dienstag veröffentlichten Zahlen der Kantonalbank zu entnehmen ist. Weil die OKB allerdings etwas weniger Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken tätigte, verblieb unter dem Strich ein Reingewinn auf Vorjahreshöhe von 13,8 Millionen Franken.

An den Kanton fliessen wie im Vorjahr 8,7 Millionen Franken als Gewinnausschüttung und Abgeltung der Staatsgarantie. Das seien umgerechnet rund 230 Franken pro Obwaldnerin und Obwaldner, heisst es. Pro Partizipationsschein zahlt die Bank zudem eine konstante Dividende von 30 Franken aus.

Schwierigere Refinanzierung
Das Zinsgeschäft habe sich aufgrund der Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und einer schwierigeren Refinanzierungssituation nicht ganz wie erwartet entwickelt, schreibt die OKB in der Mitteilung. Bei tieferen Wertberichtigungen für Ausfallrisiken ging der Nettoerfolg im Zinsengeschäft noch um 0,6 Prozent auf 49,4 Millionen zurück.

Die Kundenausleihungen erhöhten sich im vergangenen Jahr mit einem Plus von 4,8 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken deutlich. Die OKB bestätige damit die Spitzenposition bei den Hypothekarbanken im Kanton, heisst es.

Starkes Anlagegeschäft
Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+9,6 Prozent auf 10,7 Millionen Franken) konnte die OKB den Erfolg über den eigenen Erwartungen steigern. Dazu trug ein positives Anlagegeschäft bei, das von weiteren Neugeldzuflüssen sowie einer positiven Entwicklung der Finanzmärkte profitierte.

Den Anstieg des Geschäftsaufwands (+2,9 Prozent auf 36,6 Millionen Franken) führt die Bank auf Investitionen im Rahmen der Strategieumsetzung sowie der Teuerung zurück. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich damit etwas auf 52,6 Prozent nach 50,9 Prozent im Vorjahr.

Für das laufende Geschäftsjahr 2025 gibt sich die OKB zuversichtlich. Die Kantonalbank wolle nun die Umsetzung ihrer Strategie 2022+ abschliessen, heisst es. Gleichzeitig werde sie ihren Wachstumspfad fortsetzen und auch weiterhin Kostendisziplin einhalten. (awp/mc/pg)

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