VZ Holding wächst weiter schnell und erhöht Gewinn
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Zug – Die VZ Holding ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen und hat den Gewinn deutlich gesteigert. Das Finanzunternehmen verzeichnete wieder eine hohe Nachfrage nach seinen Beratungsdienstleistungen und konnte die Zuflüsse von neuen Kundengeldern steigern.
Insgesamt erwirtschaftete die VZ Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr einen Betriebsertrag von 525,1 Millionen Franken, ein Anstieg um 13,2 Prozent, wie sie am Freitag mitteilte. Unter dem Strich resultierte ein um 17,1 Prozent gestiegener Reingewinn von 219,1 Millionen Franken.
Mehr Kunden gewonnen
Wichtigste Ertragskomponente blieben die Erträge aus verwalteten Vermögen. Nicht zuletzt dank dem guten Börsenjahr trugen diese mit einem Anstieg um 16 Prozent am meisten zum Wachstum bei. Die Bankerträge legten um 5,6 Prozent zu, im zweiten Halbjahr schrumpften sie wegen der tieferen Zinsen gar leicht.
Die VZ Gruppe konnte im vergangenen Jahr erneut mehr Beratungsprojekte realisieren. Aus diesen konnte sie netto rund 9600 Kundinnen und Kunden für ihre Plattform-Dienstleistungen dazugewinnen, womit die Anzahl der sogenannten Plattform-Kunden um 13 Prozent stieg.
In der Folge konnte die Finanzgruppe netto Neugelder von 5,1 Milliarden Franken gewinnen, nachdem sie 2023 noch 4,4 Milliarden anziehen konnte. Die verwalteten Vermögen stiegen auf 53,1 Milliarden Franken, was einem Plus von 18,2 Prozent zum Vorjahr entsprach.
Kräftige Dividendenerhöhung
Auch die Aktionäre sollen nun an der Gewinnsteigerung partizipieren: Der VZ-Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Erhöhung auf 2,73 von 2,24 Franken vor.
Die VZ Gruppe hat damit die Erwartungen am Markt übertroffen. Die Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn von 212 Millionen prognostiziert. Die Dividende war mit 2,65 Fr. ebenfalls tiefer erwartet worden.
Beratungskapazität ausbauen
Die Nachfrage nach Beratung und Konversion zu den Plattformen der VZ Gruppe dürfte auch weiterhin zunehmen, entsprechend wolle die Finanzgruppe ihre Beratungskapazität «im Gleichschritt» ausbauen, wird CEO Giulio Vitarelli in der Mitteilung zitiert.
Im laufenden Jahr dürfte allerdings das Bankergebnis wegen der tiefen Zinsen abnehmen. Die VZ Gruppe erwarte deshalb ein insgesamt tieferes Wachstum im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt. (awp/mc/pg)