Stellantis bleibt nach Gewinneinbruch auch fürs neue Jahr vorsichtig
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Amsterdam – Der kriselnde Opel-Mutterkonzern Stellantis geht nach einem Gewinneinbruch nicht von einer deutlichen Besserung im neuen Jahr aus. Weil das Unternehmen vor allem auf dem wichtigen US-Markt in arge Schwierigkeiten geraten war, sackte der Gewinn im vergangenen Jahr um 70 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro ab, wie Stellantis am Mittwoch in Amsterdam mitteilte.
Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge rutschte auf 5,5 Prozent ab, nach 12,8 Prozent im Vorjahr. Dieses Jahr peilt das Management um den Interimschef und Fiat-Erben John Elkann ebenfalls eine Marge lediglich im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Als Dividende schlägt das Unternehmen 68 Cent je Aktie vor, weniger als halb so viel wie ein Jahr zuvor mit 1,55 Euro.
Grosse Probleme auf dem US-Markt
Stellantis hatte im vergangenen Jahr hart zu kämpfen. Auf dem US-Markt, auf dem der Vielmarkenkonzern (unter anderem Peugeot, Citroen, Fiat, Opel, Chrysler, Jeep, Alfa Romeo) mit grossen Pickups und SUVs üblicherweise den Löwenanteil des Gewinns erzielt, standen zu viele Autos auf den Höfen der Händler. Stellantis musste die Produktion drosseln und mehr Rabatte geben, um die Bestände zu senken. Das hatte schon im Verlauf des vergangenen Jahres für schwache Ergebnisse gesorgt. Die Aktie dümpelt derzeit um die Marke von 13 Euro. Im März 2024 war sie mehr als doppelt so viel wert.
Der Umsatz fiel 2024 um 17 Prozent auf 156,9 Milliarden Euro. Dieses Jahr sollen die Erlöse wieder zulegen, zehn neue Modelle bringt der Konzern auf den Markt. Auch die Kassenlage soll sich wieder bessern. So ist geplant, dass dem Konzern aus dem Fahrzeuggeschäft wieder finanzielle Mittel zufliessen. Vergangenes Jahr flossen 6 Milliarden Euro ab.
«2024 war für das Unternehmen ein Jahr der starken Kontraste, in dem die Ergebnisse hinter unserem Potenzial zurückblieben, aber wir haben wichtige strategische Meilensteine erreicht», sagte Verwaltungsratschef Elkann mit Blick auf neue Plattformen, die anlaufende Batterieproduktion bei Gemeinschaftsunternehmen und neue Modelle.
Die schlechte Lage auf dem US-Markt hatte den lange dominierenden Ex-Chef Carlos Tavares vergangenes Jahr den Job gekostet. Er trat im Dezember vorzeitig ab. Die Suche nach einem Nachfolger sei auf gutem Weg, hiess es nun. Sie soll im ersten Halbjahr abgeschlossen werden. (awp/mc/pg)