Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag fester in den Handel gestartet, büsst einen Grossteil der Gewinne unmittelbar nach Eröffnung aber wieder ein. Das Rekordhoch vom vergangenen Mittwoch bleibt in Greifweite. Der Streit zwischen den Präsidenten der USA und der Ukraine vom vergangenen Freitag hatte zwar ein politisches Beben ausgelöst, die Aktienkurse in den USA am Freitag allerdings lediglich kurzfristig belastet. Dennoch beherrscht das Thema die Kommentarspalten zum Wochenbeginn. Der Druck auf den EU-Gipfel hinsichtlich des weiteren Vorgehens bei der Unterstützung der Ukraine steige, heisst es in Marktkreisen. Eine erhöhte Volatilität käme in den kommenden Tage auch mit Blick auf die anstehende Zinssitzung der EZB deshalb nicht überraschend.
Zum Wochenbeginn stützen Wirtschaftsdaten aus China, wo zwei stärker als erwartet ausgefallene Einkaufmanagerindizes darauf hindeuten, dass sich die Stimmung in chinesischen Industriebetrieben verbessert hat. Jahreszahlen gibt es am Montag lediglich von einigen Nebenwerten. Im Verlauf der Woche werden aber verschiedene Blue Chips wie Sandoz, Geberit oder Logitech ihre Bücher öffnen. Bereits am Dienstag halten zudem VAT, Kühne+Nagel sowie Lindt & Sprüngli ihre Bilanzmedienkonferenzen ab.
Der Leitindex SMI zieht bis um 9.15 Uhr um 0,11 Prozent auf 13’018,70 Punkte an. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, legt 0,01 Prozent auf 2115,40 Punkte zu und der breite SPI 0,13 Prozent auf 17’172,91 Punkte. Innerhalb des SLI stehen 14 Titel höher und 16 tiefer.
An der Spitze liegen im frühen Geschäft Partners Group (+2,3%), gestützt von einer Aufstufung durch JPMorgan auf «Overweight».
Weiter sind Kühne+Nagel (+2,3%) gut gesucht. Der Logistikdienstleister hat einen Auftrag von Sanofi in der Türkei erhalten. Ausserdem wird das Unternehmen am morgigen Dienstag die Jahreszahlen vorlegen. Das gleiche gilt für VAT (+1,3%), welche ebenfalls überdurchschnittlich anziehen.
Etwas unter Druck stehen am Tabellenende Holcim (-1,7%) und SIG (-1,1%)
Im breiten Markt liegen Aryzta (+0,3%) mittlerweile leicht im Plus. Dies allerdings in einer sehr volatilen Startphase, hatten doch die Aktien im Anschluss an die am Morgen vorgelegten Zahlen zum Geschäftsjahr 2024 unmittelbar nach Eröffnung ein Minus von über 5 Prozent aufgewiesen.
Schweiter (+4,4%) machen die Verluste vom Freitag im Anschluss an die Jahreszahlen mehr als wett. (awp/mc/ps)