Europa-Schluss: EuroStoxx gibt Gewinne ab

Europa-Schluss: EuroStoxx gibt Gewinne ab
(Adobe Stock)

Paris / London / Zürich – Der EuroStoxx 50 hat seine Gewinne am Donnerstag zum Handelsschluss abgegeben. Der Eurozonen-Leitindex beendete die Sitzung mit 5.461,03 Punkten auf seinem Vortages-Schlusskurs.

Die vor allem wegen des Ukraine-Konflikts zunehmenden geopolitischen Spannungen und die Zolldrohungen aus den USA sind weiter die beherrschenden Themen. In den Vereinigten Staaten standen die Börsen am Donnerstag unter Druck. Dies wirkte sich am Nachmittag negativ auf die europäischen Märkte aus.

Für den britischen FTSE 100 («Footsie») ging es um 0,57 Prozent auf 8.662,97 Zähler nach unten. Der Schweizer SMI beendete den Tag mit plus 0,07 Prozent auf 12.808,08 Punkte.

In der Berichtssaison der Unternehmen überzeugte der Technologiekonzern Schneider Electric mit einer starken Umsatzentwicklung im vergangenen Jahr. Dabei profitierten die Franzosen von einem starken Energietechnikgeschäft. Analysten zufolge überraschten sowohl die Geschäftszahlen als auch der Ausblick positiv. Damit zogen die Aktien an der EuroStoxx-Spitze um drei Prozent an.

Am EuroStoxx-Ende verloren Mercedes-Benz 2,5 Prozent. Der Autobauer verzeichnete 2024 wegen des schlecht laufenden China-Geschäfts einen deutlichen Gewinneinbruch. Im laufenden Jahr rechnen die Stuttgarter mit noch mehr Gegenwind.

Im SMI hatten die Papiere von Zurich mit einem Plus von zwei Prozent die Nase vorn. Der Versicherer hatte im vergangenen Geschäftsjahr deutlich mehr verdient als noch 2023 und einen Rekordgewinn ausgewiesen. Davon profitieren auch die Aktionäre: Sie sollen erneut eine höhere Dividende ausbezahlt bekommen.

In Paris sackten die Anteile von Carrefour um 8,8 Prozent ab und fanden sich auf dem letzten Platz im französischen Leitindex Cac 40. Die Supermarktkette hatte mit ihrem Gewinn enttäuscht und einen schwachen Ausblick gegeben. Ferner war der Autobauer Renault mit seinen Resultaten etwas hinter den Erwartungen geblieben, was die Aktien um vier Prozent ins Minus drückte.

In London litten die Aktien des Rüstungskonzerns BAE Systems mit minus 4,5 Prozent unter den Plänen des Pentagons für Budget-Kürzungen. Als bester Wert im «Footsie» zogen dagegen Centrica um 5,6 Prozent an. Der Energieversorger hatte mit seinem bereinigten operativen Gewinn positiv überrascht.

Zudem gewannen Lloyds nach Zahlenvorlage 4,9 Prozent. Die Analysten von Jefferies sprachen von einem beruhigenden Zahlenwerk der Bank. Der mittelfristige Ausblick sei besser als erwartet. Lloyds kündigte ausserdem ein Aktienrückkaufprogramm an, zusammen mit einer um 15 Prozent steigenden Dividende. (awp/mc/ps)

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