Ölpreise legen zu – Rohöllagerbestände gefallen

Ölpreise legen zu – Rohöllagerbestände gefallen
(Photo by GeoffreyWhiteway from Freerange Stock)

New York/London – Die Ölpreise haben am Mittwoch zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete 73,87 US-Dollar. Das waren 85 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 88 Cent auf 69,88 Dollar.

Die in den USA unerwartet gefallenen Rohöllagerbestände haben die Ölpreise angetrieben. Die Rohölvorräte sanken in der vergangenen Woche um 3,3 Millionen auf 433,6 Millionen Barrel. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg um 2,0 Millionen Barrel gerechnet.

Die Versuche einer schrittweisen Deeskalation des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine tragen weiterhin kaum Früchte. Während die USA als Vermittler mitteilten, beide Kriegsparteien würden eine sichere zivile Schifffahrt auf dem Schwarzen Meer garantieren, scherte Moskau mit einer Reihe von Bedingungen aus. Meldungen aus den Vereinigten Staaten und der Ukraine über eine Einigung hatten am Dienstag die Ölpreise noch zeitweise belastet. Russland ist ein wichtiges Ölförderland und Mitglied im Ölverbund Opec+.

Der Kreml teilte mit, eine solche Einigung könne erst nach Aufhebung vieler Sanktionen gegen Russland in Kraft treten. US-Präsident Donald Trump schloss danach nicht aus, dass Russlands Präsident Wladimir Putin bewusst auf Zeit spielt.

Rohölexperten erwarten aber keine grossen Auswirkungen durch eine Aufhebung der Sanktionen auf den Ölpreis. «Ein Szenario, in dem die Sanktionen aufgehoben werden, dürfte nicht zu einem signifikanten Anstieg des Ölangebots führen, da Russland in den letzten Jahren erfolgreich die Ölströme umgeleitet hat», sagte Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstratege bei der Bank ING in Singapur. (awp/mc/pg)

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