Berlin

Von Tanja Hess
Das Brandenburger Tor steht nicht mehr am Rande Berlins. Wo vorher die Mauer war, da sind jetzt grosszügige Flächen entstanden. Es ist ein Glücksfall für eine Metropole, dass sie am Ende des Jahrtausends plötzlich so viel Landreserve frei bekommen hat. Berlin hat sie zudem sehr erfahren und umsichtig geplant.


Neue Wege durch das alte Berlin
Heute lässt sich von der Prachtsstrasse «Unter den Linden» eine zusammenhängende Strecke von historischer Bedeutung und ebensolcher touristischen Attraktivität zu Fuss begehen bis an den Potsdamer Platz. Das Wegstück führt unter dem Brandenburger Tor durch. Auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor lässt sich nicht nur Weltgeschichte nachvollziehen, der Platz hat in seiner immensen Grösse eine wohltuende Weite. Die noblen Hotels und die Strassencafes geben dem historischen Ort einen Touch Europagefühl. Man trifft sich hier und man redet, man trinkt Kaffee und man macht Photos. Alles eben, was ein so imposanter Ort zulässt.


Vom Brandenburger Tor zum Reichstag
Wo früher das Land endete, öffnet sich heute der Blick auf das riesige Reichstagsgebäude. Die Kuppel kennen wir ja eigentlich aus den Medien, so ist sie auch die am häufigsten besuchte Touristenattraktion. Doch das Anstehen lohnt sich. Die Mischung von Ausblick und Einblick ist ein echtes Erlebnis zum Staunen. Ganz nebenbei fällt auch beim Blick aus der Vogelperspektive über Berlin die grosse Anzahl Bäume auf. Teilweise scheint die Stadt in den Bäumen zu versinken.


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Denkmal für die ermordeten Juden Europas.(mc/th)
 
Die Geschichte ist gegenwärtig
Vom Bundestag geht dann der Spaziergang weiter zum Denkmal der ermordeten Juden Europas. Noch nicht ganz fertig gestellt zeichnet sich aber die Idee des amerikanischen Architekten Peter Eisenman als hervorragende Gestaltung ab. Die starren Kuben strukturieren den Platz in einer unglaublich gelungenen Leichtigkeit, ohne die Ernsthaftigkeit des Hintergrundes je zu vernachlässigen. Man mag die Berliner um die grosszügige Anlage beneiden.


Der Potsdamer Platz ist die neue Mitte
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Führt man den Spaziergang weiter in Richtung des neu gestalteten Potsdamer Platzes, so wird das Auge immer wieder von modernster Architektur und futuristisch gestalteten Fassaden mit ultimativen Gebäudetechniken konfrontiert. Die Investitionen der Wirtschaft und auch der Politik werden augenfällig. Es wird klar, was heute noch nicht floriert, wird morgen eine ungeheure Wirtschaftskraft entwickeln. Heute gibt es ein Überangebot an Büroflächen in Berlin, eine gute Zeit aber um Geschäftsverbindungen und Niederlassungen aufzubauen.


Die Stadt der Museen mit der langen Nacht
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Kultur erleben, Leute treffen und auch mal in der Museumsbar die Zeit mit Philosophieren verplämperln.


 
Keine Stadt Europas hat so viele Museen und ist aktuell so trendig wie Berlin. In Berlin geht zur Zeit die Post ab. Durch die niedrigen Mieten konnte sich eine neue und ebenso innovative Kunstszene etablieren. So sind denn auch die Kunstmessen und langen Nächte der Museen ein Renner. Von ganz Europa reisen die Künstler und Sammler in die Metropole, zeigen und kaufen Kunst, lassen sich inspirieren und stöbern dem Trend nach.


Lange Nacht der Museen 29. Januar 2005
Es sind fast 100 Museen, von den grossen Flaggschiffen auf der Museumsinsel bis zum Miniaturmuseum, die ihre Schätze bis zwei Uhr nachts zeigen. Weit mehr als Museales wird geboten: Konzerte, Lesungen, Tanz, Theater und der Blick in die Archive. Exotische Büffets und trendige Bars locken den nächtlichen Museumsgänger. Praktisch ist der Bus-Shuttle-Service, er bringt die Nachtschwärmer bequem von einer Station zur nächsten. So viel Kultur und Lebensgeist ist eine echte Freude.


Charlottenburg ist ein Ausflug wert
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Schloss Charlottenburg ist zeigt den Prunk des Barock in Berlin.
 


Historisches Erbe der Hohenzollern
Das Schloss Charlotten-burg ist das und schönste Schloss Berlins. Es ist ein wunderschönes Beispiel barocker Baukunst. Klare Linien dominieren in der Gartenarchitektur und kontrastieren die Verspieltheiten der Architektur.
Es entstand 1695?99 als Sommerresidenz für Sophie Charlotte, die Gemahlin des Kurfürsten Friedrichs III. Zu Beginn wurde nur der Mittelteil errichtet. 1701, nach der Krönung des Kurfürsten zum König Friedrich I. in Preussen, wurde dann das Schloss nach dem Vorbild des Versailler Schlosses erweitert. Hinzu kamen die grosse Orangerie und der Kuppelturm mit Tambour als Krönung des Mitteltraktes. Später kam dann auch noch das Schlosstheater als Abschluss des Orangerieflügels hinzu.


Glanzvoller Wiederaufbau
Während des Zweiten Weltkrieges wird das Schloss schwer zerstört, doch in der Folge wieder aufgebaut. Neben der Grossen Eichengalerie, dem im Jahre 1713 erstellten Festsaal mit wunderschönen Schnitzereien, zeigt das Porzellankabinett mit dem hochkarätigen japanischen und chinesischen Porzellan die Pracht des Berliner Barocks. Prächtig wirken die Festsäle, der weisse Saal und die Goldene Galerie, ein in zarten Pastelltönen gehaltener Rokoko-Saal mit reichen goldenen Ornamenten.


Einblicke in die goldene Vergangenheit
Im ehemaligen Theater befindet sich heute das Museum für Vor-und Frühgeschichte, mit berühmten Ausstellungsstücken, den Grabungsfunden von Heinrich Schliemann aus Troja.


Lusthäuschen und Park
Der Schlosspark, die prächtigste, idyllischste Grünanlage der Stadt, lockt zum Lustwandeln. Hier befindet sich das von Schinkel im Stil eines Tempels gestaltete Mausoleum. Das prunkvolle Belvedere, das ehemalige Teehaus, dient als Ausstellungsraum über die Geschichte der Königlichen Porzellanmanufaktur. Im klassizistischen Pavillon, dem ehemaligen Sommerhaus, zeigen die historischen Möbel, Bilder und Skulpturen den Lebensstil des frühen 19. Jahrhunderts.


Shoping ist ein grosses Thema in Berlin und beginnt im KaDeWe


Das Kaufhaus KaDeWe ist das grösste Kaufhaus des europäischen Festlandes. Es bietet ein umwerfendes Angebot von internationalen Designerlabeln. Wer sich die neuesten Klamotten kaufen will, der ist im KaDeWe an der richtigen Adresse. Hier ist alles, was das Herz auch noch begehrt oder begehren könnte, vorhanden. Die Kosmetik und der Schmuck sind im Erdgeschoss zu finden, wie es sich gehört für ein nobles Kaufhaus. Damen- und Herrenmode, Bücher, CDs, Geschirr, Einrichtungen, es mangelt an nichts.
Für Liebhaber des Feinen auf der Zunge sei die legendäre Feinkostabteilung im 6. Stock herzlichst empfohlen.


Adresse: Wittenbergplatz, Schöneberg, Untergrundbahn: Wittenbergplatz


Shoping vom Feinsten


Jil Sander
Kurfürstendamm 185, Wilmersdorf, Untergrundbahn: Adenauerplatz


Zenker Berlin
Kurfürstendamm 45, Charlottenburg, Untergrundbahn: Uhlandstrasse


Yves Saint Laurent
Die neue Mode direkt aus Paris ist im Geschäft von Yves Saint Laurent zu finden.
Kurfürstendamm 52, Charlottenburg, Untergrundbahn: Adenauerplatz


Cartier
Schon von Marilyn besungen, sind die Schmuckstücke und Uhren von Cartier immer zeitlos schön.
Kurfürstendamm 188, Charlottenburg, Untergrundbahn: Adenauerplatz


Wurzbacher
Die exklusive Goldschmiede fertigt erlesene Schmuckkreationen aus Perlen, Opalen und Korallen an.
Kurfürstendamm 36, Charlottenburg, Untergrundbahn: Uhlandstrasse


Prada
Italienischer Schick nicht nur für die Prominenz bietet Prada mit seinem eleganten schlichten Design.
Kurfürstendamm 189, Charlottenburg, Untergrundbahn: Adenauerplatz


Burberry
Die englische Traditionsmarke mit dem Karomuster bietet eine grosse Auswahl an hochwertiger, stilvoller Mode und passende Accessoires.
Kurfürstendamm 183, Charlottenburg, Untergrundbahn: Adenauerplatz


Fasanenstrasse


Wer es beschaulicher und exklusiver mag, der lässt sich ein auf einen Schaufensterbummel in der beschaulichen Seitenstrasse des Kurfürstendamms. Dieser führt dann von einem exklusiven Laden zum nächsten, neben Designerboutiquen locken auch die Schmuckgeschäfte zum Träumen ? und Kaufen.


Bulgari
Hier werden die exklusiven Produkte aus dem Hause Bulgari verkauft.
Fasanenstrasse 70, Charlottenburg, Untergrundbahn: Uhlandstrasse


Chanel
Alles von Chanel für die elegante Dame von Welt.
Fasanenstrasse 30, Charlottenburg, Untergrundbahn: Uhlandstrasse


Mulberry
Taschen, Portemonnaies, Kalender und vieles mehr aus hochwertigem Leder in elegantem Design, alles mit dem kleinen Maulbeerbaum-Logo verziert.
Fasanenstrasse 69, Charlottenburg, Untergrundbahn: Uhlandstrasse


Roeckl
Der Laden vertreibt klassische Tücher, Schirme, Hüte. Das Herzstück im Sortiment sind die feinen Handschuhe aus Leder.
Fasanenstrasse 216, Charlottenburg, Untergrundbahn: Uhlandstrasse


Friedrichstrasse
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Galeries Lafayette und das «Savoire Vivre»
Französische Mode, Delikatessen und art de vivre bieten die Galeries Lafayette. Die grossstädtische und moderne Architektur der Galeries Lafayette mit den gläsernem Lichtkegel lohnt den Besuch und macht dem Namen des Kaufhauses alle Ehre.
Wer der französischen Feinkost verfallen ist, dem sei ein Besuch bei den französischen Delikatessen im Souterrain empfohlen. Ein Erlebnis für Auge und Gaumen.


Für den Vorgeschmack: www.lafayette-berlin
Friedrichstrasse 76, Mitte, Untergrundbahn: Französische Strasse


Quartier 206 im Annex
Im Souterrain Verbunden mit den Galeries Lafayette,ist das in ausladenden art déco-Stil gehaltene Quartier 206. Hier sind die Boutiquen grosser Modeschöpfer wie Cerruti. Im edlen Ambiente gibts viel Kosmetik, im Café werden regelmässig Lesungen abgehalten. Kurz: Hier kann man sich verweilen und entspannen.


Friedrichstrasse 71, Mitte, Untergrundbahn: Französische Stasse/ Stadtmitte


Q205
Alles was das Herz begehrt findet man im Q205. Es bietet vielfältige Einkaufsmöglichkeiten vereint unter einem Dach. Exklusive Boutiquen, Shops, Kunst und ein grosser Foodcourt lassen die Zeit im Fluge vergehen.
Infos www.q205.com


Friedrichstrasse 68, 10117 Berlin-Mitte, Untergrundbahn: Stadtmitte

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