Mit diesem Aufwind ist der SMI wieder über die psychologisch wichtige Marke von 9’000 Punkten geklettert.
Die Angaben des BFS zur Teuerung auf Basis der Konsumentenpreise (CPI) vom Morgen sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Der nächste Fixpunkt, was Schweizer Makrodaten betrifft, steht kurz vor dem Mittag an: dann wird die KOF der ETH Zürich ihre Frühjahresprognose veröffentlichen.
In ihrer letzten Einschätzung Anfang Oktober ging die Forschungsstelle von einem BIP-Wachstum von 2,1% im laufenden Jahr resp. von 1,5% im 2008 aus. Vor allem die Prognose für 2008 ist im Vergleich zu aktuelleren Schätzungen anderer Volkswirte tief, so dass eine Anpassung nach oben kaum überraschen würde.
Um 09.30 Uhr notiert der SMI 48,44 Punkte oder 0,54% höher auf 9’004,75 Stellen. Der breite Markt (SPI) steht auf 7’207,85 Zählern, entsprechend einem Plus von 34,74 Stellen oder 0,48%.
Swiss Re bleiben mit plus 0,2% auf 115 CHF klar hinter dem Gesamtmarkt zurück. Die am Morgen publizierten Angaben zum Embedded Value 2006 werden am Markt jedoch positiv kommentiert. Grund für die verhaltene Kursreaktion ist Händlern zufolge die Performance der Aktie in den letzten Handelstagen: das Plus der letzten drei Sitzungen betrug 5,5%.
Im gleichen Sektor fallen Swiss Life (+0,9% auf 307,75 CHF) positiv auf. Sie profitieren von einer Höherstufung durch JP Morgan auf OVERWEIGHT (NEUTRAL). Bâloise (+0,2% auf 128,20 CHF) und ZFS (+0,4% auf 352 CHF) dagegen hinken – wie Swiss Re – hinter dem SMI her.
Novartis (+0,4% auf 67,55 CHF) haben sich zaghaft ins Plus vorgewagt und geben so Gegensteuer zu den gestrigen Abgaben. Der Pharmakonzern musste ihr Reizdarm-Medikament Zelnorm in den USA vom Markt nehmen und passte entsprechend ihre Umsatzerwartungen für 2007 nach unten an. Der Rückzug kam für Analysten zwar überraschend, er sei aber keine ‹Katastrophe›.
Das Konkurrenzpapier Roche steht derzeit 0,6% im Plus auf 216,60 CHF.
Lonza (-0,70 CHF oder -0,6% auf 113,90 CHF) bilden im SMI das Schlusslicht. Grund ist die Ausschüttung der Dividende per heute von 1,50 CHF. Rein rechnerisch würde der Valor somit analog zum Markt freundlich notieren.
Daneben verlieren einzig Swatch an Boden: Inhaber -0,1% auf 323 CHF, Namen -0,4% auf 65,35 CHF. Die HSBC hat ihr Rating für die Inhaberaktie auf NEUTRAL gesenkt.
Am breiten Markt hat Barry Callebaut (Aktie -1,4%) mit den vorgelegten Halbjahreszahlen die Markterwartungen auf Stufe Umsatz verfehlt, bezüglich EBIT und Reingewinn aber getroffen. Die ersten Kommentare von Analysten fallen positiv aus.
Die im Gesundheitsbereich tätige Galenica (Aktie +0,1%) hat Bottom-Line die Markterwartungen übertroffen. Der EBIT ist dagegen hinter den Schätzungen zurückgeblieben: Grund war eine Wertkorrektur von 8,3 Mio CHF.
Meyer Burger gehen nach Vorlage von Resultaten 7,2% höher um. «Die Zahlen können sich sehen lassen», heisst es am Markt. Die ZKB hat im Anschluss an die Ergebnisse den Titel auf ÜBERGEWICHTEN hochgestuft.
Bioxell verlieren bei ungewöhnlich grossen Volumen 0,9%. Was die rege Aktivität im Titel ausgelöst hat, ist nicht bekannt. (awp/mc/pg)