EU-Schluss: Gewinne – Bankenwerte auf Verliererseite

Der EuroStoxx 50 ging mit plus 0,22 Prozent auf 2.947,49 Punkte aus dem Handel und näherte sich damit der Marke von 3.000 Punkten, die er zuletzt im Januar überschritten hatte. In Paris gewann der Cac 40 0,29 Prozent auf 4.000,66 Punkte. Für den Londoner Leitindex FTSE 100 ging es um 0,13 Prozent auf 5.710,66 Punkte nach oben.


Grössere Kurseinbrüche bis Monatsende erwarten Strategen wie beispielsweise David Buik von BGC Partners nicht. «Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Kurse bis Ende der Woche noch stark zurückgehen werden, zumal wir auf das Quartalsende zusteuern.» Von Seiten der Konjunktur rechnet er ebenfalls nicht mit negativen Daten.


Aktien aus dem Bankensektor belasteten vor allem die Stimmung am Nachmittag. Händler meinten, viele Investoren befürchteten, dass die britische Regierung ihre beträchtlichen Anteile an der Royal Bank of Scotland (RBS) und an der Lloyds Banking Group reduzieren könnte. Die RBS-Titel gaben an drittletzter Stelle im «Footsie» um 1,78 Prozent auf 44,93 Britische Pence nach und die von Lloyds sanken um 1,25 Prozent auf 63,25 Pence. Im Auswahlindex der Eurozone gaben die Titel der Unicredit um 0,78 Prozent auf 2,2275 Euro nach und die der Credit Agricole sanken um 0,35 Prozent auf 12,975 Euro.


Im Rohstoffsektor wurden wegen gestiegener Metallpreise dagegen kräftige Gewinne eingefahren. So erreichte der Preis für Kupfer angesichts des wieder schwächeren Dollar im Vergleich zum Euro den höchsten Stand seit Januar. Händler verwiesen ausserdem auf die Erwartung eines stärkeren Wachstums in China, das zu einer entsprechend höheren Nachfrage nach dem roten Gold führen dürfte. Aktien der im «Footsie» gelisteten Minenkonzerne legten deutlich zu. Xstrata, Lonmin, oder Antofagasta etwa stiegen zwischen zwei und drei Prozent. ArcelorMittal zählten in Kontinentaleuropa mit plus 1,44 Prozent auf 33,355 Euro zu den grössten Profiteuren.


Alstom gaben dagegen als schwächster Wert im Leitindex der Eurozone um 1,73 Prozent auf 47,20 Euro nach. Die Aktien von Schneider Electric sanken um 0,41 Prozent auf 85,80 Euro. Die EU-Kommission hatte am Freitagabend den Verkauf der Areva-Tochter T&D an Alstom und den Elektronikkonzern Schneider genehmigt. Die französischen Unternehmen hatten sich im Januar auf einen Verkaufspreis in Höhe von 4,09 Milliarden Euro geeinigt.


Im FTSE 100 sprangen die Aktien der Vodafone Group um 3,03 Prozent auf 151,15 Pence hoch. Einem Bericht im «Sunday Telegraph» zufolge verhandelt der Telekomkonzern mit seinem US-amerikanischen Joint-Venture-Partner Verizon Communications über die Ausschüttung einer Dividende. Ein Vodafone-Sprecher lehnte einen Kommentar dazu allerdings ab. (awp/mc/ps/29)

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