Alcon wächst profitabel und erhöht Dividende

Alcon-Hauptsitz in Genf.

Genf/Fort Worth – Das auf Augenheilkunde spezialisierte und an der Schweizer Börse kotierte US-Konzern Alcon ist im Geschäftsjahr 2024 gewachsen. Die Aktionärinnen und Aktionäre dürfen sich nun über eine höhere Dividende freuen.

Alleine im vierten Quartal stieg der Umsatz der ehemaligen Novartis-Tochter um 6 Prozent auf 2,48 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am späten Dienstagabend mitteilte. Und Alcon ist von Oktober bis Dezember auch profitabler geworden.

Die Kernmarge als Mass für die Profitabilität stieg etwa um 1,2 Prozentpunkte auf 20,1 Prozent. Bei der operativen Marge (unbereinigt) legte das Unternehmen derweil auf 15,9 Prozent von 8,9 Prozent im Jahr davor zu.

Unter dem Strich verblieb ein Quartalsgewinn von 284 Millionen US-Dollar übrig nach 427 Millionen im Vorjahr, also noch ein positiver Steuereffekt gestützt hatte. Der um diverse Effekte bereinigte Kerngewinn pro Aktie stieg dagegen leicht um 2 Cents auf 72 Cents.

Mit diesen Zahlen erfüllte Alcon die Konsenserwartungen von AWP weitgehend. Einzig die Prognose für die Kern-Marge im vierten Quartal wurde unterschritten.

Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen nun eine höhere Ausschüttung erhalten. Ihnen will der Konzern eine um 4 Rappen auf 28 Rappen erhöhte Dividende je Anteil zahlen.

Umsatz steigt 2024 auf 9,8 Milliarden
Im Gesamtjahr stieg der Umsatz von Alcon unterdessen um 5 Prozent auf 9,83 Milliarden Dollar. Zuletzt hatte Alcon eine Spanne von 9,8 bis 9,9 Milliarden in Aussicht gestellt, die nun erreicht wurde.

Dabei wuchsen die beiden Sparten von Alcon nicht ganz im Gleichschritt. Im Bereich Surgical (Augenchirurgie) stieg der Umsatz um rund 4 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar, im Bereich Vision Care (Kontaktlinsen) um 6 Prozent auf 4,3 Milliarden.

Unter dem Strich konnte Alcon einen Gewinnsprung hinlegen. So verbuchte der Konzern im Gesamtjahr einen Gewinn von 1,02 Milliarden Dollar nach einem Überschuss von 974 Millionen im Vorjahr. Den Kerngewinn je Aktie beziffert Alcon für 2024 auf 3,05 Dollar, was genau in der Mitte der versprochenen Spanne liegt.

«Im Jahr 2024 haben wir mit Fokus auf Innovation und operative Exzellenz erneut hervorragende Ergebnisse erzielt», wurde CEO David Endicott in dem Communiqué zitiert.

2025 soll Umsatz über 10 Milliarden steigen
Mit Blick auf die Zukunft soll es so weitergehen: Alcon werde im laufenden Jahr eine Reihe von neuen Produkte auf den Markt bringen, die langfristig einen Mehrwert bringen würden. Für 2025 rechnet der Konzern daher mit einem Umsatz von 10,2 bis 10,4 Milliarden US-Dollar, sprich mit einem Wachstum von 6 bis 8 Prozent in Lokalwährungen.

Auch die Profitabilität soll weiter verbessert werden: Alcon rechnet mit einer operativen Kernmarge von 21 bis 22 Prozent. Der bereinigte Gewinn pro Aktie schliesslich soll 3,15 bis 3,25 US-Dollar erreichen.

Zudem habe der Verwaltungsrat einen Aktienrückkauf in Höhe von bis zu 750 Millionen US-Dollar genehmigt. Die erworbenen Anteile sollen im Eigenbestand gehalten werden und den Verwässerungseffekt aus den aktienbasierten Leistungsplänen ausgleichen. (awp/mc/pg)

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