Zug – Das Zuger Unternehmen Bossard hat im Geschäftsjahr 2024 erneut weniger Gewinn erwirtschaftet. Entsprechend soll auch die Dividende gekürzt werden. Im Ausblick auf das laufende Jahr zeigt sich das Zuger Unternehmen vage, hält aber an seinen Mittelfristzielen fest.
Der Betriebsgewinn (EBIT) sank im Vergleich zum Vorjahr um 11,5 Prozent auf 100,1 Millionen Franken, wie das auf Verbindungstechnik und Logistik spezialisierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die entsprechende Marge ging gleichzeitig um 0,4 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent zurück.
Der Konzerngewinn lag mit 75,3 Millionen Franken um 2,0 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert. Die Dividende soll erneut gekürzt werden, und zwar auf 3,90 Franken brutto je Namenaktie A. Im Vorjahr war sie um 1,50 Franken auf 4,00 Franken je Namenaktie gekürzt worden. Bossard schüttet gemäss seiner Dividendenpolitik rund 40 Prozent des Konzerngewinns an die Aktionäre aus.
Mit den Zahlen lag Bossard im Rahmen seiner eigenen Erwartungen und über jener von Analysten.
Starker Franken drückte aufs Geschäft
Bossard spürt seit dem zweiten Quartal 2023 eine verhaltene Nachfragedynamik wegen eines Lagerabbaus bei den Kunden und dem starken Schweizer Franken, wie es in der Mitteilung hiess. Allerdings zeigten sich insbesondere in Europa und Asien in der zweiten Jahreshälfte 2024 Anzeichen für eine Stabilisierung. Insgesamt gingen die Umsätze in Europa und Amerika zurück, in Asien legten sie leicht zu.
Die Entwicklung des Umsatzes hatte Bossard bereits Mitte Januar kommuniziert. Dieser sank um 7,7 Prozent auf 986,4 Millionen Franken. In den letzten beiden Jahren hatte das Unternehmen noch Verkäufe von über 1 Milliarde erzielt. Zuletzt hatte Bossard eine verhaltene Nachfragedynamik in vielen Industriesektoren zu spüren bekommen.
Verhaltene Nachfrage
Im Ausblick bleibt Bossard wenig konkret. Aus heutiger Sicht könne nur schwer prognostiziert werden, wie sich das wirtschaftliche Umfeld in den kommenden Quartalen entwickeln werde, hiess es. Das Management rechnet auf Basis des zweiten Halbjahres 2024 und trotz Wachstum in gewissen Märkten und Industrien für das erste Halbjahr 2025 mit einer verhaltenen konjunkturellen Nachfrage.
Die geltenden Mittelfristziele wurden bestätigt. So wird demnach weiterhin ein durchschnittliches jährliches organisches Wachstum von über 5 Prozent sowie eine EBIT-Marge von 12 bis 15 Prozent angestrebt. (awp/mc/ps)