Meier Tobler verdient 2024 wegen Einbruch bei Wärmepumpen weniger

Roger Basler, CEO Meier Tobler. (Foto: zvg)

Nebikon – Der Klimatechnik-Spezialist Meier Tobler ist im Geschäftsjahr 2024 vom Einbruch des Markts für Wärmepumpen gebremst worden. So ging der Umsatz wie schon im Vorjahr zurück, ebenso der Gewinn. Die Dividende soll dennoch erhöht werden.

Nach dem Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2024 – unter anderem wegen der Startprobleme beim neuen Distributionszentrum – hat sich die Lage im zweiten Semester verbessert. So sank der Umsatz im Gesamtjahr lediglich um gut 9 Prozent auf 496,2 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mittteilte. Im ersten Semester resultierte noch ein Minus von beinahe 14 Prozent.

Der Heizungsmarkt in der Schweiz sei mit «erheblichen Herausforderungen» konfrontiert gewesen, heisst es dazu. Die Verkäufe von Wärmepumpen sind um 30 Prozent eingebrochen und der Gesamtmarkt inklusive der Öl- und Gasheizungen befindet sich auf dem tiefsten Stand seit 15 Jahren.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen seien aber einige Erfolge und operative Fortschritte verzeichnet worden. Das im Juni 2023 eröffnete neue Dienstleistungscenter in Oberbuchsiten (DCO) laufe nach den Startschwierigkeiten unterdessen einwandfrei. Zudem sei nach dreijähriger Projektdauer ein neues ERP-System eingeführt worden.

Der Rückgang des Umsatzes wirkte sich indes auch auf die Ergebnisse aus. Der Betriebsgewinn EBITDA fiel um 14,8 Prozent auf 41,3 Millionen Franken zurück und die dazugehörige Marge um 60 Basispunkte auf 8,3 Prozent.

Dividende wird trotz Gewinnrückgang erhöht
Der Reingewinn gab gar um 21,6 Prozent auf 21,3 Millionen nach, unter anderem geschmälert durch eine nicht liquiditätswirksame Goodwill-Abschreibung aus der Akquisition der Tobler Haustechnik AG. Die Dividende soll dennoch um 30 Rappen auf 1,60 Franken je Aktie erhöht werden.

Für das Geschäftsjahr 2025 will das Unternehmen keine finanzielle Prognose machen. Die niedrigeren Zinsen sowie ein Anstieg bei den Baugesuchen deuteten zwar auf eine Trendwende hin, es sei aber noch ungewiss, wann und wie stark diese eintreten werde.

Meier Tobler zeigt sich «überzeugt», dass der Trend hin zu Wärmepumpen trotz des Rückschlags im vergangenen Jahr langfristig anhalten wird und sieht sich auf diesem Markt auch «bestens positioniert». (awp/mc/ps)

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