Orascom DH schreibt 2024 schwarze Zahlen

Altdorf/Kairo – Der Immobilienentwickler und Hotelbetreiber Orascom DH weist für das Geschäftsjahr 2024 trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen kleinen Gewinn aus. Damit verabschiedet sich die Gesellschaft der Familie Sawiris mit schwarzen Zahlen von der Schweizer Börse.
Der Umsatz lag mit 631 Millionen Franken auf Vorjahresniveau, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der bereinigte operative Gewinn stieg derweil um 12 Prozent auf 189 Millionen Franken an. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 8,3 Millionen Franken nach 55 Millionen im Vorjahr, wobei bei den Vorjahreszahlen die Aktivitäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgeklammert wurden.
Die Abwertung des ägyptischen Pfunds habe die Rechnung stark belastet, heisst es weiter. So habe diese zu einem nicht cash-wirksamen Währungsverlust von 33 Millionen Franken geführt.
Spannungen im Nahen Osten
Das Unternehmen spricht insgesamt von einem «herausfordernden Umfeld». Zu den makroökonomischen Schwierigkeiten kamen die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten mit dem Konflikt im Gazastreifen hinzu, wie es im Communiqué heisst.
Trotzdem sei es gelungen, den Umsatz im Hotelbereich mit 152 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent zu steigern. Dazu hätten eine hohe Auslastung und höhere Zimmerpreise beigetragen. Orascom besitzt unter anderem Hotels in Ägypten, im Oman und in Montenegro.
Etwas weniger gut lief es im Immobiliengeschäft, wo der Umsatz währungsbedingt um 12 Prozent auf 356 Millionen Franken zurückging. Die Anzahl der verkauften Einheiten sei aber um 2,7 Prozent auf 2172 angestiegen, so die Meldung. Auch im Segment mit den kommerziellen Aktivitäten an den verschiedenen Destinationen konnte die Gruppe die Erträge um 10 Prozent auf 79 Millionen steigern.
Kein konkreter Ausblick
Zum Ausblick macht die Gesellschaft keine konkreten Angaben. Man wolle die Monetarisierung der Landreserven weiterführen, heisst es. Gleichzeitig soll die Entwicklung der Destinationen vorangetrieben und das Dienstleistungsgeschäft ausgebaut werden.
Keine Neuigkeiten gab es mit den Jahreszahlen auch zu der geplanten Dekotierung an der Schweizer Börse. So hält die Familie Sawiris nach einem Kaufangebot 97 Prozent der Aktien, wie Anfang März vermeldet wurde. Ein Zeitplan für die weiteren Schritte wurde noch nicht genannt. (awp/mc/pg)