Schweiter 2024 mit Umsatz- und Gewinnrückgang – Dividende stabil

Roman Sonderegger, CEO Schweiter Technologies Gruppe. (Foto: zvg)

Steinhausen – Der Verbundwerkstoffspezialist Schweiter hat im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl weniger Umsatz als auch deutlich weniger Gewinn erzielt. Eimalkosten für das Performance-Programm mit dem Namen «Accelerate» schlugen wie erwartet zu Buche. Dennoch bleibt die Dividende stabil.

Konkret ging der Umsatz um 5,5 Prozent auf 1,01 Milliarden Franken zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Ohne negative Währungseinflüsse betrug der Rückgang organisch 4 Prozent. Schweiter selbst bezeichnet das Jahr 2024 als Übergangsjahr.

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) brach indes um 19,5 Prozent auf 72,2 Millionen Franken ein. Um die erwähnten Einmalkosten in Höhe von 22,5 Millionen bereinigt stand hingegen ein knappes Plus von 1,3 Prozent zu Buche. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 9,0 Prozent. Im Vorjahr wurden 8,4 Prozent erzielt.

Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von lediglich 12,9 Millionen, was ein Rückgang um deutliche 53,3 Prozent ist. Die Dividende soll dennoch stabil auf 15,00 Franken bleiben, nachdem sie im Vorjahr noch leicht gesenkt worden war.

Mit den Ergebnissen hat Schweiter die Schätzungen insgesamt in etwa getroffen, beim Reingewinn hatten die Experten allerdings etwas mehr erwartet.

Schwieriges Umfeld
Das Umfeld im vergangenen Jahr sei schwierig gewesen mit vielen insbesondere geopolitischen Unsicherheiten, erklärt Schweiter weiter. Das habe sich auf die Stimmung von Investoren und Konsumenten ausgewirkt. Der Fokus 2024 für Schweiter habe auf der Umsetzung des Programms «Accelerate» gelegen.

Mit Blick auf die Entwicklung der einzelnen Bereiche habe sich das Display-Geschäft recht robust gezeigt, sowohl in Europa als auch in Nordamerika. Hingegen habe sich das Geschäft mit Kernmaterialien gedämpft entwickelt. Der Windenergiemarkt sei von Überkapazitäten in China und daraus folgenden Preisrückgängen in Europa beeinträchtigt worden. Die Nachfrage in Nordamerika war derweil ermutigend.

Der Geschäftsbereich Architektur sei ein «Lichtblick» gewesen, führt Schweiter weiter aus. Es sei insgesamt im mittleren einstelligen Bereich gewachsen, wenn auch regional sehr unterschiedlich. So habe Nordamerika starke Ergebnisse geliefert, während das Geschäft in Europa durch die schwache Baukonjunktur gebremst wurde.

Transport & Industrie lieferte derweil schwächere Resultate. Die Nachfrage nach industriellen Tiefziehlösungen sowie für den Schienen- und Strassenverkehr habe sich deutlich abgeschwächt.

Beim Ausblick auf das laufende Jahr 2025 blieb Schweiter vage. Die Unsicherheiten blieben bestehen. Dennoch soll durch Marktanteilsgewinne eine stabile Umsatzentwicklung erzielt werden. Dabei sei die Entwicklung im ersten Halbjahr wohl noch schwächer, für das zweite Semester wird dann mit einer Erholung gerechnet. Die Profitabilität soll dank der Umsetzung der «Accelerate»-Massnahmen steigen. Daraus werden weiterhin jährliche Einsparungen ab 2025 von 10 Millionen Franken erwartet. (awp/mc/pg)

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